19 | 11 | 2019

Pulse-Test

Mit dem Pulse -Test wird in festgelegten Teufenabschnitten die Transmissivität von Geringleitern bestimmt.

Der zu testende Bohrlochabschnitt wird mit einem Doppel-Packer abgesperrt.  Nachdem sich ein Ruhedruck eingestellt hat, wird der Pulse-Test gestartet, in dem in den abgesperrten Bohrlochabschnitt über eine Test-Anordnung ein kurzfristiger Druckimpuls aufgegeben wird. Dazu wird in den abgesperrten Bohrlochabschnitt entweder schlagartig Wasser  eingepresst (Pulse-injection Test PiT) oder der Druckwasserspiegel durch rasche Grundwasserentnahme kurzfristig abgesenkt (Pulse-withdraw Test PwT).

 

pulse-test-verlauf-prinzip

 

 

Der zeitliche Verlauf der anschließenden Druckerholung wird für die Auswertung des Pulse-Test herangezogen. Mit dem Pulse-Test wird so für einzelne Bohrlochabschnitte differenziert die Gebirgsdurchlässigkeit bestimmt. Gleichzeitig werden der Skineffekt (Veränderung der geohydraulischen Eigenschaft im Nahbereich des Bohrloches / Brunnens, hervorgerufen durch die Bohrung selbst wie auch durch Ausbau und Betrieb des Brunnens) und der Bohrlochkapazitätskoeffizient des Bohrloches ermittelt. 

 

Der Vorteil des Pulse-Test besteht darin, dass im Vergleich zum Slug-Test geringere Wassermassen bewegt werden und damit die Druckerholung deutlich rascher einsetzt. Die Versuchdauer für einen Pulse-Test fällt daher deutlich kürzer aus.

Da bei der Pulse-Test Versuchsanordnung sichergestellt sein muss, dass keine Umläufigkeiten an den Packern eintreten, ist es ratsam im Vorfeld ein Kaliber-Log im Bohrloch anzufertigen, um das Vorkommen vertikal verlaufender Klüfte zu prüfen.